Jeden zweiten Freitag im Monat wird Tango getanzt.
Tango – ein Tanz aus dem vorigen Jahrhundert?
Nimmt man die Entstehungszeit, dann muss man sogar noch ein Jahrhundert zurückgehen: zum Ende des 19., als vorwiegend spanische und italienische Einwanderer nach Argentinien und Uruguay die Anfänge dieses Tanzes mitbrachten und weiterentwickelten. Und weil anfangs fast ausschließlich Männer einwanderten – die Familien kamen in der Regel erst sehr viel später nach -, war der Tango in seinen Anfängen in der Praxis ein Tanz fast ausschließlich unter Männern – Frauen, mit denen sie eigentlich viel lieber hätten tanzen wollen, waren absolute „Mangelware“. Auf heutigen Milongas, wie die Tango-Tanzveranstaltungen heißen, ist dies nicht mehr so.
Als der Tango in Argentinien (hauptsächlich in Buenos Aires) und Uruguay (hauptsächlich in Montevideo), also am Rio de la Plata, in die Jahre kam, wurde er meist mit großer Leidenschaft getanzt, weshalb ihm oft der Ruch eines „schmutzigen Tanzes“ anhing, den er lange Zeit nicht los wurde.
Allerdings nahmen sich im Laufe der Zeit immer mehr „seriöse“ Komponisten und Interpreten seiner an, und so gewann der Tanz allmählich die Anerkennung, die er heute noch genießt. Niemals jedoch geriet seine Entwicklung ins Stocken – der Tango stellte sich auch anderen Musikrichtungen und scheute sich nicht, das eine oder andere davon aufzugreifen und zu integrieren, so dass ab den 1970er Jahren der Begriff „Tango Nuevo“, als dessen Begründer Astor Piazzolla gilt, fester Bestandteil des Repertoires wurde. Aber auch hier machte der Tango nicht halt – er öffnete und öffnet sich immer wieder aktuellen Musikrichtungen, die im Begriff „Electrotango“ einen Namen fanden.
Jede dieser Stilrichtungen – Tango Clasico, Tango Nuevo und Electrotango – fand namhafte Komponisten und Formationen, die sie interpretierten, und dies ist auch heute noch der Fall. Im Café KABALE werden sie alle zu hören sein und getanzt werden… auch die `alten Tangos´, die schnellen `Milongas´ und die an den klassischen Walzer erinnernden `Valses´.
